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Sachwertanlagen

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Der Weg aus der Realzinsfalle

Über die letzten Jahrzehnte hinweg hat die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stets die jeweilige Inflationsrate in Deutschland übertroffen. Dies ist jetzt in der Euro-Staats-schuldenkrise nicht mehr der Fall, denn derzeit sind die Zinsen für Anlagen in sichere, fest verzinsliche Produkte wie Termingelder, Spareinlagen oder auch Bundesanleihen deutlich niedriger als die Inflationsrate. Damit ist die reale Verzinsung, d.h. Zinsen minus Inflation, negativ. Der Sparer tappt in die so genannte „Realzinsfalle“. Das angelegte Geld verliert also stetig an Kaufkraft. Ziel eines jeden Sparers ist aber, dass das angelegte Geld an Kaufkraft gewinnt.

Ursache der Realzinsfalle: Die Krisen und die hohen Staatsschulden
Viele private Anleger wollen nach den Kapitalmarktturbulenzen der vergangenen Jahre nur noch Sicherheit, egal zu welchem Preis. Als sehr sicher gelten weiterhin Bankeinlagen und deutsche Staatsanleihen. Institutionelle Anleger wiederum kaufen Staatsanleihen zu niedrigen Zinsen, weil sie diese Papiere nicht mit Eigenkapital unterlegen müssen und so die verschärften Vorschriften (höhere Eigenkapitalanforderungen) umgehen können. Des Weiteren besteht ein Anreiz für die Banken darin, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihnen viel Geld zu extrem niedrigen Zinsen zur Verfügung stellt und im Gegenzug dafür als Sicherheit Staatsanleihen haben möchte.

Schmerzhafter Kaufkraftverlust
Für die kommenden Jahre ist in Deutschland mit einer durchschnittlichen jährlichen Inflationsrate von 2,5 % zu rechnen. Setzt man für die Durchschnittsverzinsung sicher angelegter Gelder etwa 1,5 % pro Jahr an, was derzeit durchaus realistisch ist, so verliert das angelegte Geld Jahr für Jahr 1 % an Kaufkraft. Bei kurzfristigen Anlagen ist das über-schaubar und noch zu verkraften. Doch gerade bei langfristigen Geldanlagen wird dies im Laufe der Zeit schmerzhaft. Ein heute angelegter Betrag von 10.000 Euro ist in diesem Fall inflationsbereinigt (und niedrig verzinst) nach 20 Jahren in Bezug auf die Kaufkraft nur noch rund 8.000 Euro wert. Das vermeintlich sicher angelegte Geld verliert kontinuierlich an Wert.

Wie lange wird das so weitergehen?
Diese Niedrigzinsphase dürfte so lange andauern, wie die Staatsschuldenkrise in Europa noch schwelt – das kann durchaus noch einige Jahre gehen. Die Privatanleger können sich mit diesem Schicksal abfinden, dass sie mit ihrem Geld den Abbau der hohen Staats-schulden mitfinanzieren. Sie können aber auch Alternativen suchen.

Wie entkommt man als Privatanleger der Realzinsfalle?
In den kommenden Jahren muss daher das Klassenziel der Finanzanlage darin bestehen, mindestens die Inflationsrate zu erwirtschaften. Dies ist mit den derzeit so beliebten „sicheren“ Anlageformen nicht zu erreichen. Höhere Renditen versprechen Investitionen in Sachwerte. Zu diesen zählen z.B.

  • Aktien
  • Immobilien
  • Inflationsgeschützte Anleihen
  • Rohstoffe

Auch ausgewählte Unternehmensanleihen können höhere Renditen als die Inflationsrate einbringen.

In Sachwerte kann der Anleger in Form von Wertpapieren investieren. Wertpapiere lassen den Anleger am Erfolg realwirtschaftlicher Unternehmungen teilhaben. Sie verbriefen reale Gegenwerte bzw. die Erträge aus diesen. Warum werden die Unternehmen weiterhin steigende Erträge erwirtschaften? Weil die Weltwirtschaft wächst – die Industrieländer mit moderaterem Tempo, die Emerging Markets mit höherer Dynamik. Denn sie haben einen enormen Aufholbedarf bei zunehmender politischer und ökonomischer Stabilität. Grund-sätzlich gilt bei allen Wertpapieren: Sie bergen große Chancen; kapitalmarktbedingte Wertschwankungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Bei dieser Anlage sollten also einige Regeln berücksichtigt werden: breite, internationale Streuung, regelmäßige Überwachung, kontinuierliches Investieren, langer Anlagehorizont.

Wie Sie der Realzinsfalle entgehen können, erläutert Ihnen Ihr Berater gerne in einem persönlichen Gespräch.

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